Wie sich Home Office auf unsere Augen und unser Sehen auswirkt

08. März 2021, 10 Uhr Wissenswertes
Frau am Bildschirm

In Zeiten der COVID 19 Pandemie hat sich unser Leben grundlegend geändert. Wir mussten uns an die geänderten Lebensumstände aufgrund Corona anpassen, ebenso wie unsere Gewohnheiten und unseren Arbeitsalltag. Bei zahlreichen Menschen ist das Arbeiten im Home Office zum Alltag geworden. Haben Sie sich einmal gefragt, was das für unsere Augen bedeutet?

Ganz klar: Auch vor der Corona Pandemie war unsere Mediennutzung bereits sehr stark ausgeprägt. Wir sind es gewohnt, während des Büroalltags auf den Bildschirm zu schauen. Und nicht nur das. Auch in unserer Freizeit nutzen viele von uns ihr Smartphone häufig, ja gar mehrere Stunden am Tag. Und Hand aufs Herz: Viele von uns auch am Abend und das häufig ohne wenigstens an die Blaufilter-Funktion zu denken. Was ist nun anders während der jetzigen besonderen Umstände?

1. Fehlender Weitblick
Normalerweise legen wir von zu Hause bis in die Arbeit einen mehr oder weniger weiten Weg zurück. Zwar freuen wir uns nun über die Zeitersparnis, die wir nun haben, weil die Arbeit in den eigenen vier Wänden stattfindet. Unsere Augen vermissen jedoch genau diesen Weg zur Arbeit und zurück – sei es mit dem Auto, dem Zug, zu Fuß, auf dem Fahrrad oder einem E-Roller. Fällt der Anreiseweg – und damit auch der Heimweg – weg, lassen wir den Blick weniger in die Ferne schweifen. Das aber würde den Augen gut tun, als Abwechslung zum ständigen Fokussieren eines Bildschirms, der sich nah vor unserem Blickfeld befindet. Denn genau das ist Schwerstarbeit für unsere Augen.

2. Trockene Augen
Wenn wir so viel auf den Bildschirm schauen, blinzeln wir auch weniger. Die Folge sind trockenere Augen. Denn Blinzeln bedeutet, dass die Augen durch einen befeuchtenden Schmierfilm mit einer Schutzschicht versorgt werden. Sitzen wir außerdem noch in einem Zimmer mit trockener Luft oder gar Heizungsluft, verstärkt das den Effekt der trockenen Augen noch zusätzlich. Sie können in der Konsequenz sogar jucken. Geben wir der Neigung nach, uns die Augen zu jucken, können wir sie dadurch reizen und schlimmstenfalls verletzen.

3. Kopfschmerzen
Eins kommt zum anderen: Wenn wir so stark und über lange Zeit am Tag auf einen Bildschirm konzentriert sind, können sogar Kopfschmerzen dazu kommen.

4. Mangelnde Work-Live-Balance
Ihre seelische Gesundheit oder Ausgeglichenheit kann leiden, je nachdem wo Sie Ihren Home Office Arbeitsplatz eingerichtet haben. Sehen Sie diesen Arbeitsplatz den ganzen Tag über, auch dann, wenn Sie gerade nicht arbeiten? Auch das kann zu innerlichem Stress führen.

Tipps für mehr Wohlbefinden in Home Office Zeiten

Lassen Sie uns all dem aktiv etwas entgegen setzen! Einige Tipps können helfen, damit wir uns in Zeiten von Home Office besser fühlen und unsere Augen gesund bleiben.

Tipp 1: Lassen Sie den Blick in die Ferne schweifen. Etwa durch einen Spaziergang am Morgen, Mittag oder Abend. Gehen Sie raus an die frische Luft, oder wenigstens ans offene Fenster, auf die Terrasse oder den Balkon. So schlagen Sie gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe:

  • Sie trainieren die Augen auch an die Fernsicht, also daran, in die Weite zu blicken.
  • Die frische Luft wirkt erfrischend auf die Augen und Sie blinzeln draußen und fernab vom Bildschirm häufiger. Das hat einen positiven befeuchtenden Effekt auf die Augen.
  • Sie wirken Kopfschmerzen entgegen.

Tipp 2: Führen Sie sportliche Trainingseinheiten an der frischen Luft ein. Sei es durch Walken, Joggen oder Radfahren. Der Effekt: Bewegung oder sportliche Betätigung bringt eine gute Durchblutung mit sich – des Körpers im Allgemeinen und der Augen im Speziellen!

Tipp 3: Wenn Sie im Home Office arbeiten, checken Sie womöglich noch öfter E-Mail oder Handynachrichten, die die Arbeit betreffen, als sonst. Trennen Sie Arbeit und Freizeit strikt voneinander. Setzen Sie sich feste Zeiten, wann Sie berufliche Nachrichten lesen und beantworten und wann Sie erreichbar sind.

Tipp 4: Wenn Sie dennoch am Abend Ihr Smartphone nutzen oder am Laptop, Tablet oder Rechner arbeiten, achten Sie auf eine ausreichende Helligkeit im Raum. Die Helligkeit des Bildschirms sollte nicht die einzige Lichtquelle im Raum sein, sondern durch eine andere kompensiert werden, damit Sie nicht nur dem Blaulicht ausgesetzt sind. Denn Blaulicht in hohem Maße ist nicht gut für die Netzhaut. Auch kann der Blaulichtfilter oder der Dunkelmodus, der sogenannte Dark Mode, von Geräten genutzt werden. Das sorgt für mehr Sehkomfort und bedeutet damit weniger Stress und weniger Anstrengung für die Augen. Noch besser jedoch: Schalten Sie die Geräte am Abend und in der Nacht aus und gönnen Sie sich diese Ruhepausen. Sie können wie ein Kurzurlaub wirken – probieren Sie es aus.

Tipp 5: Vermeiden Sie es, wenn möglich, Ihren Home Office Arbeitsplatz den ganzen Tag über zu sehen. Räumen Sie ihn aus dem Blickfeld. Finden Sie dafür, wenn es geht, einen eigenen Raum oder räumen Sie nach Feierabend den Laptop und die Arbeitsutensilien in einen Schrank; ganz nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn.

Mit anderen Worten: Überanstrengen Sie sich und Ihre Augen nicht, auch wenn die aktuelle Home-Office-Situation leicht dazu verleitet. Gönnen Sie sich Ruhepausen und tun Sie aktiv etwas für Ihre seelische und körperliche Gesundheit. Mit einer ausgewogenen Work-Life-Balance gerade zu Home-Office-Zeiten tun Sie sich und Ihrer Augengesundheit etwas Gutes. Und last, but not least: Angemessene Ruhepausen erhöhen auch Ihre Leistungsfähigkeit im Beruf.

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