Die Sehschärfe ist die Fähigkeit des Auges zwei getrennte Gegenstände in einem bestimmten Winkel wahrzunehmen und zu unterscheiden. Sie ist ein wesentlicher Maßstab um die Sehkraft eines Menschen zu bewerten und der wichtigste Parameter um den Sehsinn zu beurteilen.
Die Sehschärfe wird üblicherweise auf weite Entfernung gemessen, um die Sehfähigkeit des Patienten auf unterschiedlichen Distanzen festzustellen. Viele Menschen benötigen zum Erreichen ihrer besten Sehschärfe eine Sehhilfe (Brille, Kontaktlinse), die ihre bestehende Fehlsichtigkeit wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Astigmatismus korrigieren.

Von welchen Faktoren hängt die Sehschärfe ab?

Die “klinisch normale” Sehschärfe hängt nicht nur von den Strukturen des visuellen Systems (Hornhaut, Augenlinse, Netzhaut, etc.) ab, sondern auch von physiologischen Faktoren wie dem Sehnerv und dem Zustand der Sehrinde (der Teil des Gehirns, an dem die elektrischen Impulse aus dem Auge weitergegeben werden). Es handelt sich beim Sehen um einen sehr komplexen Prozess,

Die Sehschärfe hängt von folgenden Faktoren ab:

1. Äußere Einflüsse
Raum in der die Messung stattfindet
Messmethode (Art des Sehtests)
Beschaffenheit des Auges bzw. der brechenden Medien im Auge des Patienten
Beschaffenheit des betrachteten Objektes (Form, Helligkeit, Farbe, Kontrast)
Auflösungsvermögen der Netzhaut

2. Physiologische Faktoren
Ein wesentlicher physiologischer Faktor ist das Alter des Patienten. Üblicherweise ist die Sehschärfe bei der Geburt sehr niedrig und verbessert sich mit den Jahren bis sie sich stabilisiert. Ab 40 bis 45 Jahren nimmt die Sehschärfe häufig wieder ab.

3. Psychologische Faktoren
Verschiedene psychologische Faktoren wie zum Beispiel körperliche oder psychische Erschöpfung, oder die Motivation oder Desinteresse des Patienten können die Sehschärfe beeinflussen. Dies trifft besonders dann zu, wenn die Sehschärfe von Kindern gemessen werden soll.

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